Der Chip - Die Zukunftstechnologie in der Wäscherei
 

Folgen Sie mir, lieber Besucher, in ein Metier, dass Ihnen nicht unbekannt sein sollte. Treten Sie ein in unsere Wäscherei. Gerne zeigen wir Ihnen unsere neuen Bearbeitungsarten. Unsere Krankenhauswäscherei ist eine renommierte Wäscherei, die seit Anfang der siebziger Jahre überwiegend Wäsche für das Gesundheitswesen reinigte. Dazu gehörten auch damals schon immer Pflegewohnheime. Durch eine tief greifende Reorganisation der Wäscherei und unter Einsatz erheblicher Investitionen ist es uns gelungen, diese zu einem der modernsten Dienstleistungsbetriebe Berlins zu entwickeln, der den heutigen Anforderungen gerade für Seniorenheime voll gerecht wird. Wir konnten endlich Dank der neuen Technik die Wäschekennzeichnung mit der Wäscheregistrierung zusammenführen. Es ist ein langer Weg für die Kennzeichnung der Wäsche vom Einsticken von Monogrammen bis hin zur heutigen Chipkennzeichnung. Dabei ist die Kennzeichnung der Wäsche die eine Sache. Das andere ist jedoch die Registrierung. Jeder Kunde möchte seine Wäsche nach der Abgabe wieder haben. Das natürlich vollzählig und ordentlich bearbeitet. Dafür gutes Personal zu finden, das ist heute mit dem niedrigen Tarif in unserer Branche nicht einfach. Manche Einrichtung kann ein Lied vom Wäschereiwechsel seit seinem Bestehen singen. Wir selbst nutzen den Fortschritt, um subjektive Fehler im Vornherein auszuschließen und einen großen Schub in Hinsicht der Logistik vom Erfassen der Schmutzwäsche bis zum Verbringen der bearbeiteten Wäsche in den Schrank der Einrichtung zu verwirklichen. Wie laufen die meisten Systeme bisher? Die Bewohner oder sogar das Pflegepersonal muss die Kunden-(Bewohner-)wäsche erst schriftlich erfassen und diese dann mit den Erfassungszetteln in kleine Behältnisse legen. In der Regel sind das von der Wäscherei mitgelieferte Säckchen. Bei der angespannten Personalsituation ist es ein erheblicher Zeitfaktor für die hochqualifizierten Fachkräfte. In der Wäscherei wird dann alles noch einmal registriert werden. Abweichungen führen zu ersten telefonischen Rückfragen. Wer dieses aufwendige Registriersystem nicht besitzt, wird meist blind abgeben. Das kann auch in der noch bestehenden kleinen Heimwäscherei im Haus sein. Fehlt anschließend ein Teil, ist der Trapple mit dem Heimbewohner oder gar mit den Angehörigen des Heimbewohners vorprogrammiert. In vielen Fällen war es auch noch das gerade gekaufte teuere Stück. Einige Wäschereien sind zur Scannerregistrierung übergegangen. Der dazu benötigte Barcod wird an einem gut sichtbaren Platz in der Bekleidung angebracht. Nicht jeder fühlt sich wohl in einem Hemd, wo im Kragen für jeden gut sichtbar ein mehr oder weniger breites Barcodschild mit Strichcode, Nummern und Namen angegeben ist. Es erinnert zu sehr an ein Preisetikett vom Supermarkt. Jetzt kommt noch die Bearbeitung. Wie schnell wird selbst nach dem wiederholten Waschen ein kleiner Anteil hochfeiner Wolle am Gesamtstück übersehen. Oder nach dem zweiten mal tragen wird das lästige Bearbeitungszeichen entfernt. Dann ist auch der Wäscher blind. Das gute Stück verfilzt und läuft ein. Wir haben diesen Kreislauf durchbrochen. Ein Chip in der Größe eines Pfennigs wird durch uns am Kleidungsstück angebracht. Das an einer Stelle, wo es nicht auffällt und nicht drückt.. Für die Eingangs- und Ausgangsregistrierung ist es nicht von Bedeutung, wo der Chip sitzt. Die großen Antennen werden ihn immer registrieren.

Handantenne

Maschinenantenne 

Wie funktioniert so ein Chip? Der pfenniggroße Chip hat in sich eine 2-2,5 m lange feine Antenne. An dieser Antenne ist ein kleiner Speicher, der nach Anregung eines elektrischen Feldes von außen seine Codenummer preisgibt. Diese Nummer wird vom Hersteller nur einmal vergeben (z.B. 00580H365PE )

Um diese Angabe zu verwerten, bedarf es eines speziellen Computerprogramms. In diesem Programm hinterlegen wir den Namen der Einrichtung, den Bewohnernamen, die Etage und die Zimmernummer. Das ist der Adressenteil. Zusätzlich sagen wir der Nummer noch was es für ein Gewebe ist und wie es zu behandeln ist. (z.B. 30°, 60°, 90° oder chemische Reinigung, Feinwäsche ,Kochwäsche). Wenn es notwendig ist wird auch noch die Farbe und das Muster des Wäschestücks eingegeben. Eine 100% -ige Zuordnung des Wäschestückes zu der Nummer ist damit gegeben.

Vom Hersteller wurden für die Haltbarkeit des Chips folgende technische Angaben erstellt:

Patchen  220 °C   20 sec
Waschen 90 °C   15 min im Hauptwaschgang
Trockner 185 °C    3 min 
Finisher  170 °C 

  10 min

 Lebensdauer mindestens 100 Zyklen. Wir haben bereits Kunden, für die Einzelstücke bereits über 100 mal gewaschen wurden.

Manuell könnte man jetzt schon damit die Wäsche sortieren. Wir haben uns jedoch mehr vorgenommen. Die Wäsche soll mittels einer Sortiermaschine im schmutzigen Zustand sortiert werden. Selbst die Unterwäsche lässt sich dann in jedem Zustand ohne die bisherige Selbstüberwindung durch das Personal automatisch aussortieren und registrieren.

 

Die Wäsche kann anschließend in den verschiedenen Bearbeitungsstufen fertig gestellt werden. Auf den Bildern können Sie den gesamten Umfang der notwendigen Bearbeitungsmaschinen erkennen. Trotz dieser umfangreichen Technik kommt man jedoch ohne individuelle Handarbeit nicht aus.

 

 

Natürlich muss jetzt die gesamte Wäsche der Einrichtung und damit eines jeden einzelnen Bewohners zusammengestellt werden. Auch darüber haben wir nachgedacht. Eine Saubersortieranlage ist entstanden. Die Anlage funktioniert nach diesem Prinzip :

Saubersortieranlage

Nach der Sortierung und Ausgangsregistrierung wird die Wäsche verpackt und in für uns extra entwickelte Spezialcontainer eingelegt oder eingehängt. Die Wäsche wird damit nicht mehr geknittert und kann mit dem Bügel gleich in den Schrank des Bewohners übergeben werden. Die Sortierung kann nach Etagen , Zimmer und Kunden (Bewohner) erfolgen. Auch eine zentrale Anlieferung ist selbstverständlich möglich. Für jeden Kunden- oder Bewohnerauftrag ist im Wäschepaket ein Auslieferungsschein mit den aufgelisteten Wäschestücken enthalten. Der Nachweis kann jedoch auch gleich als Rechnung gestaltet werden.

       Palwagen2.jpg (74959 Byte)

Damit wären wir am Ende unseres Wäschereirundganges in Sachen Zukunftstechnologie. Kommen Sie bei uns ganz unverbindlich vorbei. Wir zeigen Ihnen gerne unsere Technologie in der Praxis.

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Stand: 30. June 2008