Seit 1893 Krankenhauswäscherei & seit 1993 GmbH
Es ist schon ein stolzer Zeitraum, auf den unsere Wäscherei
zurückblicken kann.
In der Krankenhauschronik wird anno 1893 von einer
Oberwäscherin mit einem Jahressalär von 900 Mark und 5 Waschmädchen mit einem
Jahresverdienst von je 250 Mark berichtet.
Das zu den Wurzeln des Beginns der Krankenhausgeschichte in
Herzberge.
In diesem Zeitraum lag die Kaiserzeit, die Weimarer
Republik, das 1000- jährige Reich und zuletzt die sozialistische Republik.
Was hätte unsere alte Dame Wäscherei nicht alles zu
berichten. Die Kriege, die Weltrezession mit dem Währungsverfall, die
Enteignungen und Gleichschaltung der Wirtschaft unter den letzten Herrschern.
Natürlich könnte sie auch über das kleine Glück der
Mitarbeiter berichten, die hier Arbeit und damit Verdienst fanden. Über die
Schwere der Arbeit in den weit zurückliegenden Jahren als vieles noch mit der
Hand getätigt wurde. Berichten auch über solche schöne Momente der Anschaffung
neuer Technik oder dem An- und Ausbau der Wäscherei zur Zentralwäscherei
Lichtenberg unter der Leitung des Krankenhauses und später unter der Leitung der
Krankenhauswäscherei Buch.
Sie stand auch vor einem Scheideweg. Nach der Wende
entsprach die Technik nicht mehr den Anforderung der Zeit. Wie sollte sie auch.
Gab es doch vorher solche Maschinen nicht auf dem Markt. Noch schlimmer war der
gnadenlos einsetzende Konkurrenzkampf. Viele Wäschereien gerade in den neuen
Bundesländern konnten diesem nichts entgegen setzen. In Berlin ist mir nur noch
die befreundete Krankenhauswäscherei, mit der wir ein gegenseitiges
Hilfeabkommen im Havariefall haben, im Waldkrankenhaus bekannt. Alle anderen
mussten schließen.
Für eine symbolische Mark wurde die Wäscherei wieder in das
Gefüge des Krankenhauses zurückgegliedert.
Hätten 1992 die verantwortlichen Leiter des Krankenhauses,
vor allem Pastor Passauer, sich von dem allgemeinen bequemen Trend der
Wäschereischließungen beeinflussen lassen, gäbe es diese Wäscherei schon lange
nicht mehr.
Mit dem Outsourcen der Wäscherei zu einer
hundertprozentigen Tochter auf der Basis einer Kapitalgesellschaft (GmbH) wurde
erstmals in der Geschichte von Krankenhauswäschereien Neuland betreten. Es war
ein Wagnis für alle Beteiligten.
Damit konnten wir am 01.01.1993 mit 16 Mitarbeitern
starten. Ausgestattet mit dem alten Maschinenpark, 25 000 €
Gesellschaftereinlage und einer Portion Mut und Zuversicht gingen wir an die
Arbeit.
Von Monat zu Monat wurde es besser. Wir konnten erstes
Eigenkapital bilden. Neue Maschinen konnten auf Kreditbasis angeschafft werden.
Die Rentabilität verbesserte sich von Jahr zu Jahr. Damit haben wir bisher alle
Teuerungsraten aufgefangen und unseren Kunden einen gleich bleibenden
Bearbeitungspreis bieten können.
Die vergangenen Jahre können sich zeigen lassen. Aus den
16 Mitarbeitern sind 70 geworden.
Von anfänglich 2,5 t Wäsche die täglich zu bewaschen waren
sind 8 t zu bewältigen. Inzwischen haben wir unseren Leistungsumfang auf OP-
Wäschesets und auf das Waschen und chemisch Reinigen von Oberbekleidung
ausgedehnt.
Außerdem haben wir in der ehemaligen Küche des
Krankenhauses eine zweite selbständige Haushaltswäscherei mit chemischer
Reinigung eingerichtet.
Die Bettenzentrale wird seit dem Jahr 2000 durch unsere
Mitarbeiter geführt.
Zur Zeit bereiten wir den großflächigen Einsatz von
Wäschechips zur Registrierung von Wäsche vor.
Damit sind wir die Wäscherei mit der neusten Registrier-
und Verteilungstechnologie in Berlin und Umland. Die dazugehörigen Maschinen
entwickeln wir selbst.
|